Historie

Stadtrechte

Die Kreisstadt Heinsberg, der politische, wirtschaftliche und kulturelle Mittelpunkt des gleichnamigen und westlichsten Kreises der Bundesrepublik Deutschland, wird schon in einer Urkunde aus dem Jahre 1255 als „oppidum“ bezeichnet, als befestigter Ort. Wenn also die mittelalterliche Befestigung eines Ortes gleichbedeutend ist mit der Verleihung der Stadtrechte, war Heinsberg spätestens im Jahre 1255 schon Stadt.

 

Auf dem Hügel über der Stadt findet
der Besucher die vor einem Jahrzehnt
restaurierte Ruine der Burg der Herren von Heinsberg

Schwierige Zeiten

Seitdem haben mehr als sieben Jahrhunderte das Gesicht Heinsbergs immer wieder umgeformt und neu geprägt. Jede Epoche gab der Stadt ihren Stempel, hinterließ wertvolles Kulturgut oder brannte ihr das Mal schwerer Zeiten, kriegerischer Auseinandersetzungen, Zerstörungen und Feuersbrünste ein. Jede Epoche zeichnete mit an dem Bild der heutigen Stadt Heinsberg, die sich trotz allem lange und bis in die Neuzeit hinein ihr charakteristisches und teilweise mittelalterliches Stadtbild erhalten konnte.

 

 

Die „Herren von Heinsberg“

Das Heinsberger Herrschergeschlecht übte seit dem 9. Jahrhundert starken Einfluss auf die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung aus. Die bedeutendste Persönlichkeit des Heinsberger Geschlechtes war Philipp von Heinsberg, der von 1167 – 1191 Erzbischof von Köln und Reichskanzler unter Kaiser Friedrich Barbarossa war. Philipp von Heinsberg war auch der Erbauer der bekannten Kölner Stadtmauer. Er hat seine letzte Ruhestätte im Hochgrab des Kölner Doms. Eine Nebenlinie des Hauses Heinsberg verbindet sich mit dem Hause Oranien, zu dem das niederländische Königshaus gehört. Nach dem Wiener Kongress 1815 kam Heinsberg zu Preußen und wurde erstmalig Kreisstadt bis zum Jahre 1932.

Den schicksalsschwersten Tag ihrer Geschichte erlebte ie Stadt im 2. Weltkrieg, als sie am 16.11.1944 durch einen Luftangriff fast völlig zerstört wurde. Dank des Aufbauwillens der Bürgerschaft waren die Spuren des Krieges nach wenigen Jahren getilgt.

 

Kommunale Neugliederung

Am 1.1.1972 wurde die damalige Stadt Heinsberg mit den Gemeinden Karken, Kempen, Kirchhoven, Oberbruch-Dremmen, Randerath und Waldenrath zu einer neuen Stadt zusammengeschlossen. Gleichzeitig wurde sie nach 40 Jahren wieder Sitz des Kreises. Heinsberg ist die westlichste Kreisstadt der Bundesrepublik und grenzt unmittelbar an die Niederlande.

 

Historischer Stadtrundgang

Unter Leitung von Helmut Hawinkels ( Autor des historischen Stadtführers „Heinsberger Geschichts-Plätzchen“ ) werden „historische Stadtbegehungen“ durchgeführt. Dabei werden frühere und noch vorhandene historische Stätten aufgesucht und entsprechend erklärt.

Anmeldung:
Buchhandlung Gollenstede
52525 Heinsberg
Hochstr. 62 (Fußgängerzone)
Tel.: 0 24 52 / 2 34 93

 

weitere Informationen

Heinsberger Tourist-Service e.V.

Valkenburger Str. 45
52525 Heinsberg
Telefon: 0 24 52 / 13 14 15
Telefax: 0 24 52 / 13 14 19

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